Unser erstes vollständiges Foodfunding-Projekt: Orangenbaumpatenschaften

In der vergangenen Woche sind zwei unserer Foodfunding-Projekte ausgelaufen: die Orangenbaum- und Mandarinenbaumpatenschaften für die kommende Saison von Citrus Ricus aus Valencia. Dabei konnten die Orangenbaumpatenschaften das Projektziel vollständig erreichen. Am Ende kamen durch die insgesamt 120 Foodfunder 14,976.00 € zusammen, was einer Menge von mindestens 6.049 kg Orangen entspricht. Die Orangen der Foodfunder werden ab Ende dieses Jahres in mehreren Lieferungen bis voraussichtlich Februar 2017 per Paket direkt zu ihnen nach Hause geschickt.

Orangenbaumpatenschaften2016Im Gegensatz zu den Orangenbaumpatenschaften verlief das Projekt für die Mandarinenbaumpatenschaften weniger erfolgreich. Zwar fanden sich auch hier 13 Foodfunder, die insgesamt 1.416 € für mindestens 495 kg Mandarinen zusammenbrachten, das Projektziel wurde aber deutlich unterschritten. Wir müssen nun also unsere Hausaufgaben machen und herausfinden, warum die Orangen so gut und die Mandarinen vergleichsweise schlecht angenommen wurden.

Insgesamt stellen die Verläufe beider Projekte aber einen vollen Erfolg dar. Der Projektanbieter konnte den Absatz von Früchten im Gegenwert von über 15.000 € sichern. Da die Patenschaften bereits vorab bezahlt werden, verfügt der Erzeuger außerdem bereits während der Produktion der Orangen und Mandarinen über die aus dem Verkauf der Patenschaften resultierende Liquidität. Neben dem Projektanbieter ist das erste voll finanzierte Projekt natürlich auch für uns als Plattformbetreiber ein wichtiger Meilenstein. Immerhin konnten wir einen deutlich fünfstelligen Betrag erreichen und haben bei der Abwicklung viel gelernt. Insbesondere die Fragen und das viele Feedback der Foodfunder haben uns wertvolle Hinweise für die Zukunft gegeben. Diese werden wir in den nächsten Monaten in Umstrukturierungen der Plattform stecken und außerdem je einen Leitfaden für Projektanbieter und für Foodfunder ausarbeiten.

Share Button
Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Foodfunding

Was der BMEL-Ernährungsreport 2016 für Direktvermarkter bedeutet

ErzeugerWebbrowser

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat kürzlich den Ernährungsreport 2016 herausgegeben. Darin sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage aus dem Oktober 2015 aufbereitet, in der 1.000 Personen zu ihrem Ernährungs- und Nahrungskonsumverhalten befragt wurden. Wir haben uns den Report angeschaut und mal überlegt, was die Ergebnisse für Direktvermarkter von Lebensmitteln bedeuten könnten.

Die ersten Informationen, die für die Vermarktung von Bedeutung sind, liefern die Seiten 8 und 9. „Deutsche kochen gern, aber selten“. Nur ca. 41 % der Befragten kochen täglich. Essen muss der Mensch aber trotzdem. Das bedeutet, dass Direktvermarkter auch Kantinen, Caterer und andere Gastronomiebetrieben beim Vertrieb stark berücksichtigen müssen. Viele Erzeuger tun das bereits. Die, die es noch nicht tun, sollten damit beginnen. Eine weitere wichtige Information ist die, dass 80 % der Großstädter gerne kochen. Verkaufsmöglichkeiten in Städten, z.B. die Kooperation mit einzelnen Händlern oder Gaststädten, sind also ebenfalls sinnvoll.

Dass Märkte, Hof- und Bioläden insgesamt nur einen geringen Anteil ausmachen, wenn es um die Einkäufe geht, verwundert nicht. Auch der Sachverhalt, dass das Internet beim Lebensmittelhandel noch keine Rolle spielt, dürfte den meisten bekannt sein.

Interessant hingegen ist, dass jeder 5. beim Einkauf mit dem Smartphone Informationen einholt. Das Internet ist für Verbraucher auch allgemein eine wichtige Informationsquelle. Immerhin 44 % der Verbraucher geben an, sich zuhause im Internet über Lebensmittel zu informieren und 24 % nutzen außerdem Foren zum Austausch. Die anderen genannten Informationsquellen, wie z.B. Werbung oder Informationen am Einkaufsort, werden zwar noch häufiger genutzt, dafür ist der Stellenwert der eigenen Recherche aber höher einzustufen, da man eine eigene Recherche im Internet aktiv betreibt. Werbung hingegen wird passiv konsumiert und Verkaufsinformationen vor Ort werden ebenfalls nicht aktiv angefragt, sondern aufgenommen, weil sie eben da sind. Wer als Direktvermarkter also Produkt- und Verkaufsinformationen einfach auffindbar im Internet platziert, erhöht damit seine Sichtbarkeit bei möglichen Kunden erheblich. Außerdem ist bei der Direktvermarktung die Story um das Produkt und dessen Herkunft von Bedeutung. Auch die ist online gut darstellbar. Gleichzeitig lassen sich Zusatzinformationen vermitteln, die das Konsumentenverhalten beeinflussen können.

Zusatzinformationen spielen auch bei dem medial wichtigen Thema Tierwohl eine wichtige Rolle. Laut Umfrage sind Verbraucher durchaus bereit mehr Geld für Fleisch, Wurst und Geflügel auszugeben, wenn damit das Tierwohl verbessert wird. Allerdings erwarten Verbaucher dazu verbindliche Informationen zu den Haltebedingungen. Diese können online medienwirksam präsentiert werden.

Der BMEL-Ernährungsreport 2016 kann unter dem folgenden Link heruntergeladen werden: http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Ernaehrungsreport2016.pdf?__blob=publicationFile.

Wir sind ermöglichen es Erzeugern mit unserer Plattform, sich und ihre Produkte im Internet zu präsentieren. Ein Eintrag bei uns macht auch Erzeuger ohne eigene Webseite im Internet auffindbar. Diejenigen, die eine Webseite haben, verbessern damit ihre Chancen gefunden zu werden. Einfach unter http://www.erzeugerwelt.de/index.php/als-erzeuger-registrieren kostenlos und unverbindlich registrieren.

Share Button
Getagged mit: , , , , , , , , , ,
Veröffentlicht unter Informationen

Willkommen im Jahr 2016

Wir wünschen Ihnen ein frohes neues Jahr 2016! Den Jahreswechsel möchten wir zum Anlass nehmen, um Ihnen einen kurzen Rückblick auf das Jahr 2015 bezüglich unseres Projektes www.Erzeugerwelt.de zu geben und natürlich möchten wir Ihnen auch unsere Pläne für das neue Jahr 2016 nicht vorenthalten.

Im vergangenen Jahr haben wir einige wichtige Meilensteine erreicht. Darunter sind u.a. die ersten Foodfunding-Projekte, die auf unserer Plattform durchgeführt wurden. Unser Foodfunding – also Crowdfunding für Lebensmittel und die Lebensmittelproduktion (http://www.erzeugerwelt.de/index.php/foodfunding) – hat im vergangenen Jahr auch eine nennenswerte mediale Aufmerksamkeit erfahren. Zwar sind wir noch nicht richtig bekannt, aber immerhin hat die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung über uns berichtet und diverse Onlinemedien ebenfalls. An einer Stelle wurde sogar gemutmaßt, dass Foodfunding sich zum Trend entwickeln könnte. Aber nicht nur das. Wir haben im Jahr 2015 außerdem 134 weitere Erzeuger auf unserer Plattform aufnehmen dürfen. Darunter auch die ersten Erzeuger aus dem Ausland.

Doch viel wichtiger ist, was das neue Jahr bringen wird!

Wir möchten natürlich das Wachstum unserer Plattform weiter zu erhöhen. D.h. wir möchten weiter möglichst viele Direktvermarkter von Lebensmitteln auf unserer Plattform verzeichnen. Aus diesem Grund rufen wir auch an dieser Stelle dazu auf, sich bei uns zu registrieren! Das geht am leichtesten per Formular auf unserer Webseite http://www.erzeugerwelt.de/index.php/als-erzeuger-registrieren. Wir verzeichnen ALLE Erzeuger, die, wenn auch nur zum Teil, ihre Lebensmittel selbst vermarkten. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie konventionell wirtschaften oder Biolandwirt sind. Es ist auch egal, ob sie ein großer Betrieb sind oder die Landwirtschaft nur im Nebenerwerb betreiben. Wir freuen uns auf Sie! Übrigens: Es ist auch nicht erforderlich, dass Sie eine eigene Webseite oder Profile in sozialen Netzwerken haben!

In diesem Jahr möchten wir natürlich auch unser Foodfunding ausbauen. Die ersten Projekte (Orangen- und Mandarinenbaumpatenschaften) laufen bereits. Die nächsten Projekte sind praktisch schon in der Pipeline und werden in Kürze online geschaltet. Falls Sie also unser Foodfunding für Ihren Betrieb ausprobieren möchten, melden Sie sich bei uns. Der Phantasie sind quasi keine Grenzen gesetzt und wir probieren gerne vieles mit Ihnen aus. Wir können auch Projekte durchführen, die auf anderen Seiten als Crowdbutchering bezeichnet werden.

Sowohl für Erzeuger als auch für Verbraucher werden wir außerdem zunehmend Service-Informationen publizieren. Z.B. Informationen über saisonale Lebensmittel oder Ideen und Möglichkeiten, wie man die produzieren Lebensmittel besser an potenzielle Kunden vertreiben kann. Und natürlich ganz wichtig: Wir werden weitere Informationen zu unserem Portal selbst in Form von Hilfestellungen online stellen. Das gilt insbesondere für Informationen über unsere Foodfunding-Funktionalität.

Wir freuen uns auf das neue Jahr und hoffen, gemeinsam mit Ihnen und zukünftigen Erzeugern und Verbrauchern unser Projekt voranzutreiben.

Share Button
Getagged mit: , , , ,
Veröffentlicht unter Über uns

Nach dem Foodfunding ist vor dem Foodfunding

Am vergangenen Wochenende sind unsere ersten drei Foodfunding-Projekte* ausgelaufen. Das Salzwiesenlamm-Projekt hat leider keine Zahlungen erhalten und bei den beiden anderen Projekten sind nur je 11 % und  6% der maximal möglichen Patenschaften vermittelt worden. Auf den ersten Blick sieht das natürlich nicht so schön aus. Doch trotzdem sind alle drei Kampagnen für uns von enormer Wichtigkeit! Alleine deshalb möchten wir uns bei den beiden Projektanbietern, der Familie Kruse und Citrus Ricus, herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken!

Betrachtet man die Projekte genauer, stehen sie aber in einem gar nicht so schlechten Licht. So kamen in 3 Monaten für die Orangen- und Mandarinenbaumpatenschaften insgesamt immerhin 2.585 € zusammen. Gemessen an den Zugriffszahlen ist das eine respektable Quote!

Natürlich verlief nicht alles perfekt. Aber wir konnten anhand der Dinge, die nicht optimal gelaufen sind, so wenigstens einiges lernen. Davon profitieren nicht nur wir, sondern in erster Linie auch unsere zukünftigen Projekt-Anbieter und ihre Kunden. In jedem Fall werden wir nun mit neuen Erkenntnissen und noch mehr Motivation weitermachen und freuen uns auf alle zukünftigen Projekte!

Was wir schon jetzt verraten können: Schon in Kürze geht es bei uns weiter. U.a. mit den Patenschaften für die Orangen- und Mandarinenbäume von CitrusRicus für die kommende Saison 2016/2017 und einem Angebot der etwas anderen Art. Natürlich werden wir euch auch Angebote, die sich als Weihnachtsgeschenke eignen vorstellen.


* Unter Foodfunding verstehen wir Crowdfunding für Lebensmittel und die Lebensmittelproduktion.
Wenn ihr wissen wollt, was wir unter Foodfunding genau verstehen, dann schaut es euch bei uns auf der Webseite an: http://www.erzeugerwelt.de/index.php/foodfunding.

Share Button
Getagged mit: , , , , , , ,
Veröffentlicht unter Foodfunding

Wer mag ‪‎Fleisch‬ vom ‪Salzwiesenlamm‬?

Unser drittes Foodfunding-Projekt ist seit gestern online. Es handelt sich um ein Projekt, bei dem da Fleisch von Salzwiesenlämmern per Vorkauf erworben werden kann. Es muss jeweils mindestens ein halbes Lamm abgenommen werden, wobei das Hakengewicht bei ca. 8,5 bis 11 kg liegt.

Lamm ist generell schon eine echte Delikatesse. Lämmer, die auf Salzwiesen aufgewachsen sind, haben gegenüber anderen Lämmern jedoch noch einen geringeren Fettanteil und sind bei Feinschmeckern sehr beliebt.

Für kurz entschlossene Fleischliebhaber bietet unser Foodfunding -Projektanbieter halbe Salzwiesenlämmer an, die bereits Anfang bis Mitte November geschlachtet und ausgeliefert werden.

Hier gelangt ihr direkt zum Projekt: http://www.erzeugerwelt.de/index.php/foodfunding/foodfunding-kampagnen/campaign/4?layout=single 

Share Button
Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Foodfunding

Unsere ersten beiden Foodfunding-Kampagnen sind online

Seit dem 1. September 2015, also seit gestern, sind die Kampagnen unserer ersten beiden Foodfunding-Projekte online. Sie kommen beide vom Projektanbieter CitrusRicus aus Valencia. Es handelt sich um Patenschaften wahlweise für Orangenbäume oder Mandarinenbäume.

Foodfunding-Kampagnen

Als Pate erhält man die vollständige Ernte eines Baumes. Die Früchte werden auf eine umweltschonende Weise angebaut und erhalten keine chmische Nachbehandlung. Außerdem bekommt man noch ein Glas Orangenblütenhonig, ein Glas Mandarinenmarmelade sowie zusätzlich 10 % Rabatt auf alle weiteren Einkäufe in der laufenden Saison im Onlineshop von CitrusRicus.

Sowohl die Orangenbäue als auch die Mandarinenbäume tragen in der Regel mindestens 60 kg Früchte. Deshalb garantiert der Projektanbieter eine Mindestmenge von 60 kg Früchten. Sollten die Bäume weniger Früchte tragen, dann wird die fehlende Menge von einem anderen Baum aufgefüllt. Kommt es zu einem Ernteausfall, bekommen die Paten ihr Geld natürlich zurück! Darüber hinaus bietet CitrusRicus noch eine Zufriedenheitsgarantie an. Das bedeutet, dass man sein Geld auch dann zurück bekommt, wenn man mit den Früchten nicht zufrieden ist.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Früchte direkt nach dem Pflücken verpackt und unmittelbar verschickt werden. Der Versand erfolgt voraussichtlich ab Mitte November in Kisten zu je ca. 15 kg.

Hier gehts direkt zu den beiden Kampagnen (und später dann zu weiteren Foodfunding-Projekten):
http://www.erzeugerwelt.de/index.php/foodfunding/foodfunding-kampagnen/campaigns?layout=all&clear=1&campaigns_to_show=0

Wir sind gesapannt, wie die ersten beiden Kampagnen angenommen werden!

Informativ: Bei unserem Foodfunding handelt es sich um Crowdfunding für Lebensmittel und die Lebensmittelproduktion.

Share Button
Getagged mit: , , , , , , , ,
Veröffentlicht unter Foodfunding

Wir haben es in die FAS geschafft!

In der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 19.04.2015 (Ausgabe Nr. 16, Seite 30) berichtet Nadine Oberhuber über uns (www.Erzeugerwelt.de). So wird unser Foodfunding sowohl im Artikel Die Ackerrendite aufgegriffen als auch in einer eigenen halben Spalte mit der Überschrift Unterstützen Sie die Imker genauer erwähnt.

Uns freut es sehr, dass wir und unsere Idee in einer so bekannten Zeitung so viel Platz eingeräumt bekommen haben. Dafür vielen Dank!

In dem Artikel werden auch drei unserer Erzeuger erwähnt. Diese hatten im Vorfeld auf unsere Anfrage hin auch sehr kurzfristig Bildmaterial zur Verfügung gestellt. Das Material hat es leider nicht in den Artikel geschafft. Dafür können wir nichts. Konkret handelte es sich um folgende Erzeuger:

Scherbrings Krustentiere
Link zur Webseite: www.scherbrings.com

Citrus Ricus aus Valencia
Link zur Webseite: www.citrusricus.com

Imkerei Scholz-Kessler
Link zur Webseite: www.bienenpatenschaften.info

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals für die kurzfristige Unterstützung bei allen bedanken!

Bei unserem nicht namentlich genannten Unterstützer handelt es sich um Sven Johannsen, der u.a. Gründer der Regionalwert AG Rheinland ist.

Share Button
Getagged mit: , , , , ,
Veröffentlicht unter Über uns

Foodfunding mit Erzeugerwelt.de

Wir haben ein paar Informationen über unser Konzept von Foodfunding in einer Präsentation zusammengefasst. Wie schon an anderer Stelle erklärt, handelt es sich dabei im Wesentlichen um Crowdfunding für Lebensmittel und für die Lebensmittelproduktion. Sicherlich ist noch nicht alles perfekt und möglicherweise ändert sich noch das ein oder andere Detail. Aber im Großen und Ganzen sollten die Informationen einen guten Einstieg bieten.

Wenn Sie Interesse an der Durchführung einer Foodfunding-Kampagne haben, melden Sie sich doch einfach bei uns. Wir helfen auch gerne bei der Kampagnen-Erstellung.

Share Button
Getagged mit: , ,
Veröffentlicht unter Foodfunding

Neues Jahr, neues Glück!

Nachdem wir in den vergangenen Wochen verhältnismäßig unsichtbar waren, sind wir nun wieder mit neuer Kraft zurück. Das neue Jahr hat für uns mit einigen erfreulichen Dingen begonnen. So haben sich in den letzten Wochen die Besucherzahlen von Erzeugerwelt erhöht und die Anzahl der Anfragen unterschiedlichster Interessenten ist ebenfalls gestiegen. So haben wir sehr viele positive Rückmeldungen erhalten und auch eine Mange konstruktives Feedback. Zwei Fragen, die häufig aufgetaucht sind waren, ob wir uns nur an Erzeuger aus Deutschland richten und warum wir uns nur auf Lebensmittelproduzenten beschränken, die überwiegend in der Urproduktion tätig sind.

Die Antwort auf die erste Frage ist einfach. Wir richten uns nicht ausschließlich an Erzeuger aus Deutschland. Jeder Direktvermarkter ist uns willkommen. In Deutschland wachsen schließlich weder Orangen noch haben wir Kaffeeplantagen. Auch bestimmte andere Produkte werden ausschließlich in bestimmten Regionen hergestellt. Daher wäre eine Beschränkung auf Deutschland aus unserer Sicht nicht sinnvoll. Ob ein Verbraucher, bspw. aus Hamburg, allerdings Obstsorten in Spanien ordert, die er regional erzeugt bei einem Bauern um die Ecke kaufen kann, muss jeder für sich selbst wissen.

Warum wir uns primär auf Erzeuger beschränken, die überwiegend in der Urproduktion tätig sind, ist etwas schwieriger zu erklären. Einerseits tun wir das nur zu 99 %. Gewisse Produkte sind aus bestimmten Gründen bei Händlern besser aufgehoben. Ein Beispiel dafür ist das Wildfleisch. Viele Jäger möchten nicht, dass man ihre Namen mit Anschrift veröffentlicht, da sie Einbrüche wegen ihrer Waffen oder Ärger mit Jagdgegnern fürchten. Auch die hygienischen und logistischen Herausforderungen werden kostengünstiger und für Verbraucher einfacher gelöst, wenn entsprechende Wildhändler sich der Verwertung und dem Verkauf annehmen. Natürlich gilt das nicht für alle. Viele Jäger machen auch das sehr professionell in Eigenregie. Zurück zur Beschränkung. Wenn wir nun noch verarbeitende und handelnde Betriebe, wie z.B. Molkereien, Bäckereien, Metzgereien oder Naturkost-Läden mit aufnehmen würden, könnten wir schwer jeden einzelnen dahingehend überprüfen, ob er wirklich unseren Ansprüchen genügt und ausschließlich oder wenigstens überwiegend regional produzierte Lebensmittel oder Lebensmittel die direkt vom Erzeuger kommen verarbeitet. Wir könnten dann die Transparenz, die wir Endverbrauchern bieten wollen nicht mehr gewährleisten. Und wo würde man sich dann abgrenzen wollen? Auch Aldi, Lidl und Co. bieten mittlerweile regionale Waren an, die mehr oder weniger nachvollziehbarer Herkunft sind. Diverse Tests haben gezeigt, dass Verbraucher sich auf die Herkunftsbezeichnungen „regional“ aber nicht verlassen können, da der Begriff „regional“ teilweise sehr unterschiedlich interpretiert wird. Daher möchten wir uns von all dem deutlich abgrenzen!

Das Jahr 2015 wird außerdem weitere Neuerungen bringen. Die gefühlt unendliche Verschiebung unserer ersten Foodfunding-Kampagne wird hoffentlich demnächst mit einem erfolgreichen Start enden! Wir sind da sehr zuversichtlich! Ein weiterer wichtiger Baustein ist dieses Jahr die Professionalisierung unserer Plattform. Dazu gehören insbesondere die Gewinnung von weiteren Unterstützern auf der Macherseite (Entwickler etc.) und der Austausch mit Erzeugern und Verbrauchern.

Share Button
Getagged mit: , , , , , , , , , ,
Veröffentlicht unter Über uns, Uncategorized

Status quo im Sommerloch –Informationen, Erfahrungen, Ideen und Feedback

Unsere Plattform Erzeugerwelt.de ist nun seit ein paar Wochen, genaugenommen seit sieben Wochen, online. Daher möchten wir einige Informationen, Erfahrungen, Ideen und Rückmeldungen, die wir erhalten haben kurz wiedergeben.

Noch immer haben wir es nicht geschafft, dass alle Erzeuger, die gerne bei uns gelistet werden möchten, auch auf unserer Plattform zu finden sind. Das liegt schlicht und einfach daran, dass wir das Ganze noch immer nebenberuflich machen. So arbeiten wir derzeit mit Hochdruck frühere Anfragen ab. Gleichzeitig dürfen wir natürlich neue Anfragen und Rückmeldungen aus Werbeaktionen natürlich nicht vernachlässigen. Wir versuchen dabei eine ausgewogene Mischung aus Alt- und Neuanfragen so zu bearbeiten, dass wir bis zum Jahresende alle Anfragen bearbeitet haben, die wir bis einschließlich Ende November erhalten haben.

Jetzt dürfte sich vielen die Frage stellen, warum das alles so lange dauert. Das ist recht einfach zu beantworten. Wir sind kein soziales Netzwerk und keine automatisierte Datenkrake. Das möchten wir auch nicht sein. Uns ist der Dialog mit den Erzeugern ein wichtiges Anliegen. Nur so können wir auch individuelle Wünsche oder Eigenheiten berücksichtigen. Deshalb werden alle Erzeugerprofile von uns gemeinsam mit den Erzeugern zusammen erstellt. D.h. wir erstellen meistens einen Textvorschlag oder bearbeiten erhaltene Textvorschläge und pflegen weitere Informationen, wie z.B. Abbildungen manuell in die Profilseiten ein.

Wozu aber dieser Aufwand? Natürlich könnten man einfach ein soziales Netzwerk für Direktvermarkter aufbauen, dass bedeutet aber, dass die Erzeuger ihre Profile dann selbst pflegen müssten. Nicht jeder hat dazu die nötige Zeit, die nötigen Erfahrungen oder möchte das. Gleichzeit würde eine Plattform mit mehr Standardisierung auch dazu führen, dass man auf individuelle Eigenschaften mancher Erzeuger nicht mehr eingehen kann. Mit mehr Standardisierung wären wir sicherlich um einiges effizienter, dafür würde viel Individualität verschwinden.

Bei der Akquise von Erzeugern kommen immer wieder Zweifel auf, ob die Erzeugerprofile für die Erstkunden dauerhaft wirklich kostenfrei bleiben. Das können wir nur mit Nachdruck wiederholen: ALLE Erzeugerprofile unserer Partner der ersten Stunden werden dauerhaft (d.h. solange Erzeugerwelt.de beseht) KOSTENLOS bleiben! Und auch Ihre Daten verkaufen wir nicht weiter.

Eine ebenfalls häufig nachgefragte Sorge ist, ob man Bildrechte abgibt, wenn man Abbildungen auf ein Erzeugerprofil stellt. Natürlich geben Sie keinerlei Bildrechte ab!

Neben der Beantwortung vieler Fragen und dem Nehmen von Sorgen ist uns aber auch ein wichtiger Meilenstein gelungen. Wir haben einen Erzeuger gefunden, mit dem wir unsere erste Foodfunding-Kampagne durchführen werden. Dazu werden wir schon in Kürze mehr Details liefern.

Wir haben uns außerdem dazu entschlossen, dass wir auf unserem Blog ab sofort ein Erzeugerwelt-Tagebuch führen werden. Darin werden wir unsere aktuellen Aktivitäten schildern, damit sowohl Erzeuger als auch Verbraucher und andere Plattformnutzer immer wissen, was wir gerade tun. Natürlich werden wir nicht täglich berichten. Wir haben aber vor, dass wir 2-4 Berichte pro Monat schaffen.

Share Button
Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Über uns